Moderatortank Forschungsreaktor München II
Babcock Noell konstruierte im Jahre 1999 den Moderatortank für den Forschungsreaktor München II. Hierbei mussten wegen der komplexen Geometrie besondere fertigungstechnische Aspekte berücksichtigt werden.
Sowohl beim Material als auch bei der Fertigung wurden aus verschiedenen Gründen besondere Wege gegangen: Fast alle Teile des Tanks, einschl. der Mantelschüsse, wurden aus Schmiedeteilen gefertigt. Sämtliche Stutzen wurden mitsamt den Flanschen aus Rundstäben gedreht. Die Brutto-Masse der Schmiedeteile betrug ca. 90 t. Der fertige Tank wog nur ca. 17 t. Es wurde fast ausschließlich das Elektronenstrahlschweißen eingesetzt (spaltfrei ohne Schweißzusatzwerkstoff in einer Vakuumkammer).
Abmessungen des Tanks: ca. 2,5 m Durchmesser und ca. 7 m Höhe.
Der FRM-II ersetzt das bekannte "Atom-Ei", die erste kerntechnische Anlage in Deutschland. Die Technische Universität München verfügt hiermit über die modernste Neutronenquelle der Welt.


