Know-how der Babcock Noell in Tschernobyl gefragt
Würzburg, 10.08.2009
Im Auftrag der amerikanischen Firma HOLTEC arbeitet Babcock Noell (BNG) gemeinsam mit ukrainischen Firmen an der Planung einer „Heißen Zelle“ für eine bereits teilerrichtete Anlage. Diese wird zur Vorbereitung und Verpackung von abgebrannten Brennstäben aus den abgeschalteten Reaktorblöcken für die notwendige Zwischenlagerung (Projekt Interim Storage Facility – ISF 2) in Tschernobyl benötigt.
Die Besonderheit einer „Heißen Zelle“, die als gasdichter, stark abgeschirmter Raum ausgeführt wird, ist das Bearbeiten von radioaktiven Substanzen mit Hilfe von ferngesteuerten Manipulatoren durch Bleiglasfenster und Kamerasysteme. Für diesen Bereich hat Babcock Noell in der Vergangenheit bereits mehrfach derartige Projekte erfolgreich geplant und errichtet.
Vor dem Hintergrund der bisherigen guten Zusammenarbeit mit BNG bei dem für das Kraftwerk Tschernobyl außerordentlich wichtigen Projekt wurden Vertreter der Babcock Noell GmbH unter Leitung von Geschäftsführer Dr. Ronald Hepper vom Generaldirektor des Kraftwerkes Tschernobyl, Igor Gramotkin (siehe Foto) zur aktuellen Projektdiskussion empfangen.
In Tschernobyl werden mit internationaler Finanzierung und Unterstützung Objekte geplant und realisiert, die dazu dienen, die radiologische und ökologische Situation am Standort zu verbessern. Das derzeit bekannteste Objekt ist die neu zu errichtende Sicherheitshülle aus Beton, das die bisherige Sicherheitshülle über dem zerstörten Block 4 überdecken und die Rückhaltung der radioaktiven Stoffe weiter verbessern soll.
Über die Babcock Noell GmbH: Die Babcock Noell ist in den Produktbereichen Nuklearservice, Nukleartechnik, Magnettechnik und Umwelttechnik weltweit tätig und setzt dabei die in vier Jahrzehnten gewonnenen Erfahrungen äußerst erfolgreich um. Sie ist über die Bilfinger Berger Power Services GmbH in Oberhausen in die Gruppe der Bilfinger Berger AG integriert. Kontakt für Rückfragen: |
